Am Samstag, den dritten Oktober, wie immer um sieben Uhr, waren alle
Vinzenzkinder für den Ausflug vorbereitet. Für die 35 Kinder
ging es los in Richtung Karansebesch. Unsere erste Rast war beim "Piatra
Scrisa"-Kloster. Da konnten wir für einige Augenblicke an den Gottesdienst
teilnehmen. Es ging weiter und wir haben die schönen Dörfer des
Temesch-Tals bewundert. Bald waren wir am Fuße der Tscherna Gebirge
und wir konnten den Banater Sphinx sehen. Die Landschaft war herrlich und
die Farben des Herbstes schmückten alles wie in einem Märchenwald.
Um elf Uhr waren wir in Drobeta Turnu Severin. Hier haben uns einige
Leute der Vinzenzgemeinschaft dieser Stadt gewartet und ins Vinzenzhaus
geführt. Alle Kinder haben für unsere Gastgeber ein paar Lieder
gesungen. Danach wurden wir mit vielen leckeren Speisen serviert. Nach
so einer schönen überraschung haben unsere Vinzenzfreunde uns
ins Museum begleitet.
Der Besuch hat mit der Besichtigung des Aquariums begonnen. Es folgten
die zahlreichen Säle mit archäologischen uralten Dingen. Da konnten
wir sehr viele Sachen von den Dacker und Römer bis zu den heutigen
Zeiten sehen und darüber auch hören. Sehr schön war das
Modell der Brücke,
Das „St. Anna"- Kloster bei Orschowa
die von Apollodor von Damaskus gebaut wurde. Wir haben von draußen
noch den letzten Fuß der Brücke bewundern können.
Weiter wurden wir in die Abteilung der Volkskunst geführt. Hier
haben uns riesige geschnitzte Tore begrüßt. Alle Sachen, die
zu einer Haus- und Landwirtschaft gehören, waren hier zu sehen, sogar
Modelle der Wassermühlen. Die Besichtigung wurde mit dem Saal der
Volkskostüme fortgesetzt. Es war wunderbar, alle Schöheiten unserer
Dörfer zu betrachten. Der letzter Aufenthalt war im Saal der Naturwissenschaft.
Da war auch eine Ausstellung mit aus dem Nationalen Park "Eiserne Tor".
Alles war wunderschön und hat uns sehr viel Freunde gebracht.
Wir haben uns verabschiedet und sind nach Orschowa weitergefahren.
Unterwegs hat uns das Wasser der Donau und die herrliche Landschaft begleitet.
Wir konnten noch mal das Wasserkraftwerk vom Eisernen Tor sehen. Sehr schnell
waren wir ins "Sankt Anna"-Kloster angekommen. Niedlich und sehr ruhig
war das Kloster für uns ein Geschenk, das uns sehr freundlich empfangen
hat. Ringsum konnte unser Blick überall landen, und alle Schönheiten
dieser Gegend, Hügel mit Wälder in herbstlichen Farben und das
Wasser der Donau sehen und bewundern.
Der Bus hat uns zur katholichen Kirche in die Stadt geführt. Leider
konnten wir die moderne Kirche nur durch die Glastüren bewundern.
Wir sind weiter nach Herkulesbad gefahren. Am Nachmittag waren wir
mitten im ältesten und berühmtesten Kurort Rumäniens. Wir
haben unsere Jause gegessen und dann einen kleinen Rundgang durch das alte
Zentrum gemacht. Wir haben die katholische Kirche, viele alte Gebäude
und die prachtvolle Statue des Herkules gesehen. Es war sehr interessant,
noch lateinische Wörter auf den Gebäuden zu lesen, wie z.B: "Ad
aquas herkulis sacras ad mediam".Leider, näherte sich der Sonnenuntergang
und wir mussten unserer Rückfahrt beginnen. Mit Lieder, Spielen und
sehr viel guter Laune sind wir gut heim angekommen. Es war sehr schön,
dass Anne, unsere neue Freiwillige aus England mit uns war. Wir danken
allen, die mit uns waren und uns dafür unterstützt haben!
Die Reschitzaer Vinzenzkinder beim Martinsfest, am 11. November 2001