Herbstabend, kalter, leichter Wind und hunderte von Lichtern, funkelnd,
so sieht der 11. November, Sonntagabend aus. Die Kirche strahlt, trotz
der Finsternis von draussen, dank des innerlichen Lichtes der versammelten
Gläubingen, das Licht, das immer weiter brennt, ungeachtet von Wetter
oder Stimmung.
Die heilige Messe fand in einer festlichen Atmosphäre statt. Während
des Gottesdienstes wandelt sich der Geist des heiligen Martins um jeden
der versammelten Gläubingen und Kinder. Er drängt, aus jedem
auch nur für ein paar Momente einen Martin zu machen.
Am Ende des Gottesdienstes fühlte man sich frommer, vollendeter,
man bekam einen Funken, um weiter Licht auszustrahlen. Als man die Kirche
verliess und zwischen hunderten von angezündeten Laternen durch den
Strassen ging, fühlte man das innerliche Licht weit strahlender als
sonst, wie ein Leuchtturm in einer Gewitternacht. Man lernte, Martin zu
werden, ein Martin zu sein, trotz der Gleichgültigkeit der heutigen
Menschen. Man lernte zu teilen, zu schenken und Sachen für den anderen,
die im Not sind, vorzubereiten. So wie der frühere Offizier Martin
seinen Mantel entzweiriss, um ihn dem armen Bettler zu schenken, damit
der nicht friert. So können auch wir sein, immer wieder wenn es möglich
ist, ein Herz für den anderen zu haben. Von der Kindheit an, bis er
in die Geschichte eintrat, war Martin gläubig, gutmütig, verständnisvoll,
hilfsbereit. Sein Licht ging nie aus, sein Herz blieb offen zu Gott und
zu den Menschen. Das Licht hat sich von Jahrhundert zu Jahrhundert übertragen
und verstärkt, um heute unsere Herzen zu beleuchten und uns zu überzeugen,
daß eine gute Tat mit Gold gekrönt ist und nie unbelohnt bleibt.
Das Licht der verschiedenen Laternen und das Lied des heiligen Martins
gehen durch die Nacht und versuchen viele Menschen zu motivieren, besser
zu werden …
Sonia Chwoika
IX. Klasse
Sonntag, der 11. November 2001, war Martinstag. In der Kirche hat man
die Heilige Messe gehalten.
Als die Messe fast aus war, ist der Priester von der evangelischen
Kirche gekommen und hat uns auch eine Geschichte erzählt. Die Geschichte
handelte von einer Kerze, einer Glühbirne und einer Neonröhre.
Als die Messe aus war, sind wir mit den bunten Laternen bis ins Stadtzentrum
spazieren gegangen. Im Zentrum haben wir einiges bekommen, was wir mit
unseren Eltern, Freunden, Bekannten teilen sollten. Danach gingen wir nach
Hause.
Es war ein ganz schönes Laternenfest.
Lucia Cornelia Nedelcu
IV. Klasse