Eine lobenswerte Initiative

Inge Grüter (früher Gromatzky) aus Deutschland, lange Jahre in Reschitza wohnhaft und vielseits wo es möglich war eisatzbereit, hat, wieder in ihrer Heimat zurückgekehrt, Reschitza nicht vergessen. So hat sie Viorel Lupu, einen Insassen des Reschitzaer Alten- und Pflegeheims, nach Deutschland für eine Unterarmprothese eingeladen. Über den Verlauf und Erfolg diser Initiative soll nun anhand von Presseausschnitter aus Deutschland berichtet werden.

Viorel Lupu in Castrop gelandet.
Jungem Rumänen wird jetzt eine Unterarmprothese angepasst

Castrop-Rauxel: Viorel Lupu ist am vergangenen Samstag wohlbehalten in Castrop-Rauxel eingetroffen.
Der rumänische Schützling von Inge Grüter, der vor einigen Jahren bei einem Eisenbahnunfall beide Beine und den rechten Unterarm verloren hatte (wir berichteten), soll in Castrop eine Unterarmprothese erhalten, die ihm die Rückkehr in ein normaleres Leben erleichtern soll. dafür hatte Inge Grüter in den letzten Monaten in Castrop-Rauxel die Werbetrommel gerührt und zahlreiche Helfer und Spender gewinnen können.
Ein hilfreicher Rotarier aus Bochum hat nun am Samstag gemeinsam mit der früheren Castroper Geschäftsfrau den jungen Rumänen und seine begleitende Übersetzerin Zita Lupu, eine deutschsprachige Musikprofessorin aus Rumänien, am Düsseldorfer Flughafen abgeholt und zum St. Rochus-Hospital gebracht, wo er mit überwältigender Freundlichkeit begrüßt wurde, so Inge Grüter. Das Castroper Krankenhaus stellt Viorel während seines Aufenthaltes bis zur endgültigen Anbringung der Prothese kostenlos ein Einzelzimmer und die Verpflegung zur Verfügung.
Für das Anpassen der Prothese dagegen sorgt das ortsansässige Sanitätshaus Frick, das gestern den ersten dafür nötigen Gipsabdruck bei Viorel Lupu nehmen wollte.
In den ersten Tagen hat Inge Grüter ihrem Schützling, der in einem ebenfalls vom Rochus gestellten Rollstuhl unterwegs ist, ihre Heimatstadt gezeigt. „Wie es hier aussieht, das hat Viorel schon unglaublich beeindruckt", schildert Inge Grüter die ersten Eindrücke.
Beeindruckt ist der Rumäne auch über die Hilfsbereitschaft der Castrop-Rauxeler Bürger, von denen er in den letzten Tagen schon einige Kleidung geschenkt bekommen hat. Wer sich diesem Vorbild anschließen möchte, kann sich an Inge Grüter wenden, die derzeit am besten zu erreichen ist über die Handy-Nummer 0173 51 31 884 - tfs

Mut gefasst durch Hilfe aus Castrop-Rauxel
Rumäne wurde Unterarmprothese angepasst

„Es hat super funktioniert, er kommt gut zurecht", freut sich Inge Grüter. Nun konnte die Unterarmprothese für Viorel Lupu endlich angepasst werden.
Der Rumäne hatte vor 12 Jahren bei einem Unfall den rechten Unterarm und beide Beine verloren. Er hat keine Familie und lebt in einem Pflegeheim in Rumänien.

Prothese

Inge Grüter aus Castrop-Rauxel hat ihn vor einigen Jahren in Rumänien kennengelernt und organisierte in Deutschland den Aufenthalt und die Anpassung der Prothese für den 37-Jährigen.
Viorel Lupu wohnt kostenlos im Katholischen Rochus Hospital, überall wird er freundlich empfangen und die Leute schenken ihm spontan Uhren und Kassettenrecorder.

Unterstützung

„Ich freue mich sehr über diese Hilfe", erklärt Inge Grüter. Seit Viorel Lupu die Unterstützung aus Deutschland bekommt, hat er eine andere Einstellung zum Leben, er hat wieder Mut gefasst.
Nachdem die Prothese nun im Sanitätshaus Frick angepasst wurde, will Viorel Lupu in Rumänien wieder arbeiten: Uhren reparieren wäre sein Wunsch.
Auch sonst versucht der Rumäne so selbstständig wie möglich zu bleiben. Im Krankenhaus macht er sogar alleine sein Bett. Trotz des schweren Schicksals will er sein Leben so gut leben wie es ihm möglich ist. Er ist froh über die Hilfe, die er aus Castrop-Rauxel erhalten hat.

Ziele

Nächsten Mittwoch fliegt er zusammen mit der Übersetzerin Zita Lupu (nicht mit ihm verwandt) nach Rumänien zurück. Ich sammle noch Spenden dafür, dass er in einem besseren Pflegeheim untergebracht wird", setzt sich Inge Grüter ihre nächsten Ziele. Doch sie ist optimistisch, denn in Castrop-Rauxel zeigten sich viele Menschen berührt von dem Schicksal des Rumänen.

Viorel Lupu dankt allen Spendern
Rumäne fliegt heute wieder nach Hause.
Armprothese eröffnet neue Chancen

Die Eindrücke seines ersten Besuches in Deutschland haben Viorel Lupu ebenso überwältigt wie die Welle der Hilfsbereitschaft und Anteilnahme, die sein Schicksal in Castrop-Rauxel ausgelöst hat. Seit zwölf Jahren lebt Viorel Lupu nur mit einem Arm, bei einem grausigen Unfall verlor er beide Beine und den rechten Arm. Heute fliegt er wieder in seine rumänische Heimat, im Gepäck viele Geschenke, Erinnerungen - und vor allem eine nagelneue, individuell angepasste Armprothese.
Die Castrop-Rauxelerin Inge Grüter hat den heute 37-Jährigen vor vier Jahren in einem rumänischen Pflegeheim kennengelernt. Sein Schicksal ließ ihr keine Ruhe. Sie sammelte Geld und fand in Castrop-Rauxel viele engagierte Mitstreiter für den eigens gegründeten Banater-Bergland-Verein.
Vor dreieinhalb Wochen hatte sie endlich ein wichtiges Etappenziel erreicht: Viorel Lupu kam nach Deutschland, um hier eine maßgeschneiderte Prothese angepasst zu bekommen.
Das Rochus-Hospital nahm ihn kostenlos auf, der Häusliche Kranken- und Seniorenpflegedienst Sprave aus Habinghorst stellte für zwei Wochen einen Zivildienstleistenden als Betreuer für Viorel ab, Inge Grüter nahm die rumänischen Begleiterin bei sich zu Hause auf, die Mitarbeiter des Sanitätshauses Frick gaben sich viel Mühe, mit Viorel den Umgang mit der Prothese zu üben.
Und dann hagelte es noch Spenden über Spenden: Gekommen ist er vor drei Wochen mit kleinem Gepäck, heute tritt er mit etlichen Koffern die Heimreise an. Nicht nur wegen der „Mitbringsel" wird er in dem Heim in Resita im Banater Bergland sehnlichst erwartet: Viorel Lupu ist ein begabter Handwerker. Und mit zwei Händen wird er defekte Uhren, Radios und Fotoapparate noch viel schneller reparieren können als bisher.
Und vielleicht eröffnet die Armprothese ihm endlich auch die Chance, durch eigener Hände Arbeit seinen Lebensunterhalt zu sichern: Viorel ist nämlich ein geschickter Fußpfleger, ein ausbaufähiges Talent...