Chor auf Herbstausflug

von Helene Hirschvogel


Reschitza

Minus 1 Grad zeigte das Thermometer, weiss vom Rauhreif waren die Parkanlagen, die Wälder und Felder, als die Mitglieder des „Franz Stürmer"-Chors aus Reschitza mit dem Bus sich aufmachten zu einem Ausflug nach Petroschen. Das dortige Forum sollte besucht werden. Unterwegs machten wir Halt bei der Römerfestung, Sarmisegetuza. Hier waren auch Schüler zu Besuch, auf Schulausflug, um Land und Leute besser kennenzulernen. In Hatzeg machten wir einen Bummel durchs Zentrum. Der nächste Halt war bei der ältesten christlichen Kirche nördlich der Donau, die erhalten geblieben ist, in Densus. Die Kirche, deren Ursprünge auf das IV.Jh. zurückgehen, ist eingerüstet und wird renoviert.

Weiter ging die Fahrt bei schönstem Sonnenschein, es blies jedoch ein kalter Nord-Wind und fegte die Blätter von den Bäumen. Plötzlich sagte Erwin Josef Tigla, unser Faktotum, dass der „Parâng" bereits ganz weiss sei. Sein Gipfel glitzerte silbern in der gleissenden Sonne und unterm blauen Himmel. Lustig kommen wir in Petroschen an, wo wir im Caritas-Haus der römisch-katholischen Kirche empfangen werden. Das ist ein gutes Zeichen der Zusammenarbeit der beiden Organisationen, Kirche und Forum, in Petroschen.

Prof. Maria Marian begrüsste uns herzlich und lud uns
         
 
 
 
 

Die orthodoxe Kirche in Densus/Hatzeger Land
                        
 
 

zu den festlich gedeckten Tischen ein. Erwin dankte und wir gedachten in einer Schweigeminute des so plötzlich dahingegangenen Josef Tellmann, der Forumsvorsitzender des Schiltales Zentrumforums gewesen war.

Die Bewirtung war köstlich. Gut gestärkt dankten wir mit Liedern aus dem neueren Repertoire. Zum Schluss sangen wir zusammen mit den 14 Frauen der Petroschener Liedertafel „Wahre Freundschaft". Unsere Gastgeber waren schon öfter Gäste unseres Chortreffens in Reschitza gewesen. Prof. Adrian Schweitzer, ihr Chorleiter, hat gute Arbeit geleistet und wir freuen uns schon aufs nächste Treffen in Reschitza

Ein bisschen spazierten wir noch durchs Zentrum von Petroschen, dann ging die Fahrt heimwärts. 15 km vor Hatzeg ging aber unser Bus kaputt. Ein barmherziger LKW-Fahrer schleppte uns bis Hatzeg ab. Hier fanden wir aber keine Abhilfe und so musste übers Handy eine Hilfe aus Reschitza angefordert werden. Ein guter Automechaniker traf dann auch endlich ein und behob den Schaden. Wir nahmen die Panne von der lustigen Seite und lachten gleich über alle unsere Missgeschicke dieses Jahres.

Herzlichen Dank allen, die den Ausflug organisiert und durchgeführt haben, es war „Ein schöner Tag".